Dem deutschen Aktienmarkt fehlt am letzten Handelstag der Woche die Kraft für eine Kurserholung. Nach dem überraschenden Kursrutsch vom Vorabend ist das deutsche Aktienbarometer wieder mit rotem Vorzeichen unterwegs. Aktuell geht es 0,7 Prozent oder 42 Punkte nach unten auf 6.092 Punkte. Auf die Stimmung drücken nun auch die unter den Erwartungen liegenden Zahlen zum US-BIP im zweiten Quartal. Diese verstärkten die Sorgen um den Zustand der US-Wirtschaft. Besonders der geringere Konsumzuwachs im zweiten Quartal sei ungünstig. Einzig erfreulich sei der gestiegene Zuwachs bei den Ausrüstungsinvestitionen. Die US-Börsen sind dem entsprechend ebenfalls mit Verlusten unterwegs: Der Dow Jones Index verliert aktuell 0,7 Prozent auf 10.395 Punkte, der S&P 500 Index ist 0,8 Prozent leichter bei 1.092 Zählern.
An der EUWAX halten viele Anleger den Kursrückgang mittlerweile wieder für übertrieben und sind in Calls eingestiegen. Puts wurden mehrheitlich verkauft. Das Stuttgarter Stimmungsbarometer, der EUWAX Sentiment Index, trägt heute überwiegend ein grünes Vorzeichen und signalisiert den Optimismus der Anleger.
Der Euro, der am Vortag deutlich über die runde Marke von 1,30 US-Dollar steigen konnte, fiel am Vormittag zunächst wieder darunter. Am Vortag hatten gute europäische Daten für den nötigen Rückenwind gesorgt, heute konnten schwache US-Daten kaum Impulse verleihen. In Calls kam es überwiegend zu Verkäufen. Puts auf das Devisenpaar Euro / US-Dollar liegen in einigen Depots....
Nach einem positiven Wochenstart belasteten ab Dienstag aktuelle Konjunkturdaten den amerikanischen Aktienmarkt. Auch der Konjunkturbericht der US-Notenbank am Mittwoch sorgte für zusätzlichen Abgabedruck. Dennoch konnten sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 seit Freitagabend ein kleines Plus verzeichnen. An der NASDAQ stand im gleichen Zeitraum ein kleines Minus zu Buche.
Die Jahresschätzung von FedEx (WKN: 912029) für 2011 beflügelte den Aktienmarkt am Montag. Mit der Anhebung des Jahresgewinns aufgrund des guten Expressgeschäftes gelang dem Unternehmen eine positive Überraschung. Die Aktie kletterte um mehr als fünf Prozent. Von den positiven Meldungen aus dem Immobiliensektor profitierte die Baumarktkette Home Depot (WKN: 866953), deren Anteilsschein um mehr als zwei Prozent stieg. Zu den Tagesgewinnern zählte die Aktie von Genzyme (WKN: 871137). Nachdem ein Zusammengehen mit dem französisch-schweizerischen Pharmaunternehmen Sanofi-Aventis (WKN: 920657) in einem Anlegermagazin zumindest für möglich gehalten wurde, zogen die Genzyme-Aktien um fast acht Prozent an.
Am Dienstag trat der Aktienmarkt auf der Stelle. Nach dem Dupont (WKN: 852046) überraschend gute Quartalszahlen meldete und auch der Ausblick für das Gesamtjahr positiv ausfiel, legte die Aktie um mehr als drei Prozent zu. Es gab aber auch Enttäuschungen. Denn sowohl US Steel (WKN: 529498) als auch Office Depot (WKN: 877247) konnten die Erwartungen des Marktes nicht erfüllen. Die Aktie von US Steel verlor mehr als sechs Prozent und die Aktie von Office Depot gab um sieben Prozent nach. Auch andere Aktien des Einzelhandels wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Der überraschende Rückgang bei den Zahlen zu den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter sowie der verhaltene Konjunkturbericht der US-Notenbank sorgten für eine leichtere Tendenz am Mittwoch. Auch die Quartalszahlen von Boeing (WKN: 850471) konnten die Anlegerstimmung nicht aufhellen. Konnte man im vorherigen Quartal 1,41 Dollar pro Aktie verdienen, so blieb im zweiten Quartal unter dem Strich 1,06 Dollar pro Aktie. Das Unternehmen berichtete außerdem von einem Umsatzrückgang in Höhe von neun Prozent. Die Meldungen belasteten die Aktie mit einem Minus von rund zwei Prozent. Ebenfalls negativ fielen die Quartalsberichte bei Cephalon (WKN: 881752) und Eastman Kodak (WKN: 850937) aus. Die Aktien fielen um acht bzw. 15 Prozent.
Hinweis:
Der Euro hat in den vergangenen Wochen gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert gewinnen. Ist dies jetzt nur ein Strohfeuer? Eine Antwort auf diese Frage und aktuelle Informationen rund um BP und die europäischen Bankenwerte gibt Roland Hirschmüller von der Baader Bank Gespräch mit Börse Stuttgart TV.
Es ist vorbei mit der Ruhe für den Bund-Future. Nach dem Seitwärtstrend der vergangenen Wochen rutschte das Anleihenbarometer in dieser Woche unter die Marke von 128,00 Prozent.
Waren es die Nachwehen des außerordentlich guten Ifo-Index von vergangener Woche? Ist das Vertrauen der Anleger durch den scheinbar gelungenen Banken-Stresstest zurückgekehrt? Eine klare Antwort gibt es nicht. Einerseits vermuten Experten, dass der Stresstest trotz aller Kritik letztlich doch etwas Nervosität aus den Märkten nehmen konnte. Andererseits lag das Ergebnis des Tests fast punktgenau im Bereich der Erwartungen. Insofern blieb das ganz große Überraschungsmoment aus, was sich letztlich auch in den Aktienmärkten widerspiegelte. Fakt ist jedoch: Das Anleihenbarometer schloss am Montag – seit über einem Monat – wieder unter der Marke von 128,00 Prozentpunkten bei 127,73 Prozent. Immerhin ein Minus von 60 Basispunkten. Großer Gewinner der vergangenen Wochen bleibt Spanien. Während der Bund seinen Blick in diesen Tagen merklich nach unten richtet, konnten spanische Papiere seit Monatsbeginn spürbar zulegen.
Der Trend vom Wochenstart setzte sich auch am Dienstag fort. Während der Bund Schwäche zeigte, präsentierten sich vor allem Anleihen aus der Europeripherie deutlich erholt. Während in Europa Wirtschaftsdaten eher dünn gesät waren, war der Kalender in den USA prall gefüllt. So stiegen unter anderem die Hauspreise gemäß des S&P/Case-Shiller Index wieder moderat an – nach dem Preissturz durch die Finanzkrise an sich ein gutes Zeichen. Auf der anderen Seite trübte sich das Verbrauchervertrauen in den USA wieder spürbar ein und sank auf den tiefsten Stand seit Februar. Alles in allem war jedoch aus den USA kein nachhaltiger Impuls auf den Bund-Future erkennbar. Dieser schloss mit einem kleinen Minus von vier Basispunkten bei 127,69 Prozent.
Zur Wochenmitte konnte das Anleihenbarometer wieder leicht zulegen, wenngleich die Marke von 128,00 Prozent zum Handelsschluss erneut nicht geknackt werden konnte. Der Bund verabschiedete sich bei 127,81 Prozent aus dem Handel. Profitieren konnte der Bund einmal mehr von der Schwäche am Aktienmarkt: Als gegen Mittag der DAX ins Minus drehte, folgte umgehend die Reaktion des Bund-Futures, der gar ein Zwischenhoch bei 128,05 Prozent zu verzeichnen hatte. Zwar standen zur Wochenmitte einige Wirtschaftsdaten im Kalender, die jedoch weitestgehend ohne Bedeutung für den Bund blieben. Interessant ist einzig die Veränderung der Verbraucherpreise für den Monat Juli. Ein Anstieg von 0,2 Prozent lag leicht unter den Erwartungen. Vorerst besteht demnach keine Inflationsgefahr.
Am Donnerstag wartete man auch in Stuttgart gespannt auf die Quartalszahlen einiger deutscher DAX-Unternehmen – allen voran VW, BASF oder Siemens. Die veröffentlichten Zahlen vielen allesamt außerordentlich positiv aus. Doch der Gesamteindruck wurde durch eher trübe Daten aus den USA gedämpft. Im Gegensatz zu Deutschland will die Wirtschaft zwischen New York un...
Alle Kolumnen spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider. FINANZNAVIGATOR.de übernimmt
für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus. vollständigen
Disclaimer lesen