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 04.02.12 - 00:50     EUWAX Trends am Nachmittag: DAX: In der Ruhe liegt die Kraft
euwax trends
Bei ruhigem Handelsgeschehen konnte der DAX heute bis zum frühen Nachmittag weiter zulegen. Zwischenzeitlich erreichte das deutsche Börsenbarometer mit 6.685 Zählern ein neues Jahreshoch. Später lag der Kurs dann im Bereich von 6.670 Zählern mit 0,2 Prozent im Plus.

Die kurzfristig orientierten Marktteilnehmer erwarten nun allerdings baldige Gewinnmitnahmen am Aktienmarkt. Die Mehrheit der Anleger setzte mit Put-Optionsscheinen und Short-Zertifikaten auf kurzfristig nachgebende Kurse des DAX. Der Euwax Sentiment Index pendelte in dieser Phase zwischen minus vierzig und minus zwanzig Punkten.

Die Lufthansa-Aktie gehört zu den stärksten Gewinnern des Tages und notierte bei 11,20 Euro mit 1,5 Prozent im Plus. Die ungarische Fluggesellschaft MALEV ist zahlungsunfähig und musste deshalb erstmals in ihrer Geschichte den Flugbetrieb einstellen. Offensichtlich ist die Lufthansa-Aktie deshalb heute einer der Favoriten der Anleger. Sie glauben, dass die Lufthansa vom Flugstopp der MALEV profitieren könnte.

Calls auf die Deutsche Bank werden heute wieder vorsichtig gekauft. Wie gestern verkündet wurde, musste das größte deutsche Kreditinstitut im vierten Quartal 2011 Sonderbelastungen von rund 1,2 Milliarden Euro hinnehmen. Dies führte letztlich zu einem Quartalsverlust vor Steuern von 351 Millionen Euro. Dennoch blieb für das Gesamtjahr 2011 ein Gesamtgewinn von 5,4 Milliarden Euro übrig. Die Privatanleger verhielten sich zunächst recht zögerlich. Offenbar war es für viele Mar...
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 03.02.12 - 11:54     Auslandsmarktbericht KW 05: Börsengang von Facebook bahnt sich an
4x report
Von Montag bis Mittwoch trat der Dow Jones auf der Stelle. In dieser Zeit lief es beim NASDAQ Composite besser. Er kletterte um mehr als ein Prozent nach oben. Die Nachricht der Woche kam von Facebook. Der Anbieter der gleichnamigen Internetseite legte am Mittwoch den Börsenprospekt vor, welcher zu einem Börsengang notwendig ist. Darin enthalten sind unter anderem Angaben über die Gewinne und Umsätze der Vergangenheit. Das Unternehmen möchte durch den Gang an die Börse rund fünf Milliarden Dollar erlösen. Dies wäre der größte Börsengang im Bereich Internet seit der Emission von Google (A0B7FY) im Jahre 2004, als der Suchmaschinenbetreiber 1,7 Milliarden Dollar einnehmen konnte. Auf einen Schlag wäre Facebook nach Berechnungen von Analysten dann etwa 75 bis 100 Milliarden Dollar wert. Wir werden Sie an dieser Stelle informierten, sobald die Nachrichtenlage zu diesem Thema konkreter wird.

Am Montag wurde der Handel von der Eurokrise und schwachen Konjunkturdaten beeinflusst. Zu den Tagesverlierern gehörten die Finanzwerte. So verlor die Bank of America (858388) drei Prozent und Citigroup (A1H92V) mehr als zwei Prozent an Wert. Ebenfalls auf der Verliererseite stand die Aktie des Stahlherstellers United State Steel (529498), die durch den Verkauf einer Tochtergesellschaft Einmalbelastungen im dreistelligen Millionenbereich verkraften muss. Der Kurs notierte fast vier Prozent leichter.

Am Folgetag bot sich ein ähnliches Bild. Dem Markt fehlten die entscheidenden Impulse. Auch die am Dienstag veröffentlichten Konjunkturdaten blieben einiges schuldig. Aus dem Pharmabereich meldeten Pfizer (852009) und Eli Lilly (858560) Quartalszahlen, die über den Erwartungen des Marktes lagen. Jedoch zeigten sich beide Unternehmen im Ausblick verhaltener. Der Logistiker UPS (929198) und auch der Ölkonzern Exxon Mobil (852549) präsentierten ihre Quartalsberichte und konnten dabei ebenfalls die Schätzungen der Analysten übertreffen. Dennoch verlor die Aktie von Exxon Mobil rund zwei Prozent an Wert. Die Aktie von UPS gab um 0,7 Prozent nach. Dagegen wurden die Zahlen des Spielwarenherstellers Mattel (851704) und des Mischkonzerns Tyco International (A0RGLT) mit Kursgewinnen in Höhe von fünf bzw. 3,5 Prozent honoriert. Als enttäuschend wurde der Quartalsabschluss von Archer Daniels Midland (854161) gewertet und die Aktie dementsprechend um 3,6 Prozent nach unten geschickt.

Die Aktien von Amazon.com (906866) standen zur Wochenmitte im Fokus der Marktteilnehmer. Die am Vorabend gemeldeten Quartalszahlen sorgten für eine gewisse Katerstimmung unter den Aktionären, die sich dann reihenweise von ihren Beständen trennten. Am Ende stand ein Minus von fast acht Prozent zu Buche. Bei einem Umsatz von 17,43 Milliarden Dollar im vergangenen Quartal konnten nur 177 Millionen Dollar verdient werden. Zu den Tagesgewinnern mit einem Kurssprung von mehr als 13 Prozent gehörte die Aktie des Haushaltsgeräteherstellers Whirlpool (856331), nachdem die Prognosen für das abgelaufene...
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 03.02.12 - 13:35     Rentenreport KW 05: EU-Fiskalpakt: „Eine wirkliche Meisterleistung“
bonds weekly
Italien konnte zum Wochenstart Papiere im Wert von gut 7,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platzieren. Zwar entsprach die Summe nicht ganz den Erwartungen, da Rom im Vorfeld mit 8 Milliarden rechnete, doch der erste wirklich größere Lackmustest für die Regierung Monti scheint bestanden. Während die Papiere mit zehn Jahren Laufzeit noch 1,4fach überzeichnet waren, konnte Italien bei den fünfjährigen Papieren zwar nicht alle am Markt unterbringen, doch bei beiden Schuldverschreibungen lag die Rendite sehr deutlich unter dem Niveau einer vergleichbaren Auktion im Dezember. Präziser: Rom sparte im Schnitt gut einen Prozentpunkt an Zinskosten. Analysten werten diese, sowie die erfolgreiche verlaufene Auktion der Vorwoche, als Vertrauensbeweis für das Expertenkomitee unter Italiens neuem Ministerpräsidenten Mario Monti.

So positiv es im Augenblick für Italien läuft, so negativ sind derzeit die Prognosen für eine Rückkehr Portugals an den Finanzmarkt. Angesichts von Rekordrenditen jenseits von 20 Prozent für Papiere mit Fälligkeit in gut zwei Jahren, glauben mittlerweile nur noch die größten Optimisten, dass Portugal wie geplant bereits im kommenden Jahr neue Anleihen am Kapitalmarkt wird platzieren können. Wie sehr sich die Situation derzeit für die Iberer zuspitzt, zeigt sich einmal mehr auf dem CDS-Markt (Credit Default Swaps – Kreditausfallversicherungen): Für die Absicherung von 10 Millionen Euro, werden derzeit Rekordzahlungen im Bereich von 4,2 Millionen am Markt gehandelt. Dies entspricht einem Niveau, das normalerweise nur für Staaten, welche unmittelbar vor einem Zahlungsausfall stehen, gehandelt wird. Doch allen Unkenrufen zum Trotz, konnte Portugal am Geldmarkt in dieser Woche gut 1,5 Milliarden Euro einsammeln.

„Eine wirkliche Meisterleistung“, titulierte die deutsche Bundeskanzlerin den in dieser Woche verabschiedeten Fiskalpakt für die Europäische Union. Fortan verpflichten sich 25 der 27 EU-Mitgliedsstaaten – nur Großbritannien und Tschechien scheren aus – ihre strukturelle Neuverschuldung auf maximal 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu beschränken. Doch realistisch betrachtet haben die Beschlüsse von Beginn der Woche mal wieder nur kosmetischen Charakter. Zum einen finden sich die meisten jetzt beschlossenen inhaltlichen Vorgaben ohnehin bereits in offiziellen EU-Gesetzen wieder. Zum anderen zieht der Vertrag keine unmittelbaren Konsequenzen nach sich, da dieser nicht vor 2013 in die nationale Gesetzgebung der einzelnen Staaten implementiert werden kann.

Nach den positiven Vorgaben, insbesondere von Italien, zogen am Donnerstag Spanien und Frankreich nach. Während Spanien gut 4,5 Milliarden an frischem Kapital aufnahm, emittierte Frankreich Anleihen im Gesamtwert von fast acht Milliarden Euro. Die Papiere der beiden zuletzt herabgestuften Staaten waren nach eigenen Angaben jeweils stark überzeichnet. Die Renditen, sowohl für die französischen, als auch bei den spanischen Papieren, lagen teilweise deutlich unter zuletzt dur...
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