Alt 09.06.21, 16:29
Standard Uneinheitlich - US-Verbraucherpreise im Blick
Beitrag gelesen: 49 x 

NEW YORK (Dow Jones)--Keine klare Richtung ist am Mittwoch kurz nach der Eröffnung an der Wall Street zu erkennen. Marktteilnehmer sprechen von Zurückhaltung vor der Bekanntgabe der US-Verbraucherpreise für Mai am Donnerstag. Eine hohe Inflation dürfte die Spekulationen über eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank wieder anheizen. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Startglocke acht auf 34.592 Punkte. Der S&P-500 legt dagegen um 0,1 Prozent zu und der Nasdaq-Composite steigt um 0,4 Prozent.

"Die Debatte darüber, wie hartnäckig die Inflation ist und in den kommenden Monaten sein wird, ist entscheidend. Dies könnte für eine gewisse Volatilität sorgen", sagt Luc Filip, Head of Private Banking Investments bei SYZ Private Banking. "Wenn man sich die globale Inflation anschaut, ist es sehr interessant zu sehen, dass diese derzeit in Asien nicht so ein Problem ist", ergänzt der Teilnehmer. Die chinesischen Erzeugerpreise stiegen im Mai deutlicher als erwartet und zudem so stark wie seit 13 Jahren nicht mehr. Doch legten die Verbraucherpreise zugleich nicht ganz so kräftig zu, wie Ökonomen erwartet hatten. Zur Wochenmitte ist die Agenda der US-Konjunkturdaten aber leergefegt.

UPS-Aktie nach mittelfristigen Umsatz-Aussagen leichter

Für die Aktie von United Parcel Service (UPS) geht es um 1,2 Prozent abwärts. Der Logistik- und Versandkonzern will mittelfristig den Umsatz kräftig ankurbeln. Für 2023 peilt UPS einen Erlös von 98 bis 102 Milliarden Dollar an verglichen mit 84,63 Milliarden Dollar im Jahr 2020. Zudem soll die bereinigte operative Marge bei 12,7 bis 13,7 Prozent liegen, so UPS anlässlich ihres Investoren- und Analystentages.

Für die Papiere von Merck & Co geht es um 1,8 Prozent aufwärts. Der Pharmakonzern hat mit der US-Regierung eine 1,2 Milliarden Dollar schwere Liefervereinbarung über sein potenzielles Covid-Mittel Molnupiravir geschlossen.

Uipath brechen um 5,4 Prozent ein, nachdem das Unternehmen erstmals seit seinem Börsengang im April Geschäftszahlen veröffentlich hat. Der Robotic-Automatisierer übertraf dabei die Prognosen der Analysten, kündigte aber auch eine frühere Teilaufhebung der Haltefrist für seine Aktien an.

Unter Druck steht auch die Campbell-Aktie (-7,1%). Der US-Nahrungsmittelkonzern zeigt sich nach einem schwachen dritten Quartal pessimistischer. Das Unternehmen hat den Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt. Zudem wird mit einem anhaltenden Margendruck gerechnet.

In den Fokus der Anleger könnte ein Börsendebüt rücken. Das Finanz-Start-up Marqeta, das der Commerzbank-Wagniskapitalgeber Commerzventures als Portfoliounternehmen führt, hat den Ausgabepreis auf 27 Dollar je Aktie festgelegt und damit über der ursprünglichen Preisspanne von 20 bis 24 Dollar, mit der Marqeta eine Bewertung von knapp 13 Milliarden Dollar angestrebt hatte. Marqeta bietet Bezahlkarten für Unternehmen an.

Dollar knapp behauptet - US-Verbraucherpreise im Blick

Mit leichten Abgaben zeigt sich der Dollar - der Dollar-Index verliert 0,2 Prozent. Den nächsten Impuls dürften die US-Verbraucherpreise für Mai setzen. Sie werden weitere Hinweise auf die Entwicklung der Inflation geben. Der Euro dürfte vor der Sitzung der US-Notenbank am 16. Juni weiterhin in einer engen Spanne zum Dollar gehandelt werden, so die Commerzbank. Die EZB-Sitzung am Donnerstag könnte der Gemeinschaftswährung aber ebenfalls einen Impuls liefern.

Mit Aufschlägen zeigen sich die Ölpreise - angetrieben durch den vom American Petroleum Institute (API) vermeldeten starken Rückgang der US-Öllagerdaten. Nun wird auf die offiziellen Daten im Handelsverlauf geschaut. Das "hat dem Öl weiteren Auftrieb gegeben", sagt Warren Patterson von der ING. Zudem hätten die USA ihre Reisewarnungen für mehrere Länder gelockert, was ein "Schritt in die richtige Richtung" für die Öl-Nachfrage sei. Die sich verbessernde US-Nachfrage habe auch den Spread zwischen Brent und WTI auf den niedrigsten Wert seit November vergangenen Jahres fallen lassen.

Wenig verändert zeigt sich auch der Goldpreis. Dagegen setzt sich am US-Anleihemarkt der Rückgang der Renditen fort. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 6,1 Basispunkte auf 1,48 Prozent. Hintergrund seien weiter die nachlassenden Inflationssorgen, heißt es.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/err

(END) Dow Jones Newswires

June 09, 2021 09:51 ET (13:51 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
Für Inhalt und Rechtmäßigkeit dieses Beitrags trägt der Verfasser Dow Jones die alleinige Verantwortung. (s. Haftungshinweis)  
 Es ist 09:21 Uhr.
Top 



copyright: imagine Grafik - DTP - Webdesign - [AGB / Datenschutz]