Alt 27.07.20, 17:27
Standard Technologiewerte gesucht - Gold auf Allzeithoch
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NEW YORK (Dow Jones)--Überwiegend Gewinne nach zwei schwachen Tagen verzeichnen die Aktien an der Wall Street am Montag. Dabei sind die Blicke bereits auf die gesamte Woche mit vielen wichtigen Ereignissen gerichtet. Im Fokus stehen ein neues Stimuluspaket, Quartalsberichte herausragender Konzerne, wichtige Konjunkturdaten aus den USA und Europa sowie die aktuelle Sichtweise der US-Notenbank. So setzen Teilnehmer darauf, dass die Fed am Mittwoch ihre Haltung "lower for longer", also Niedrigzinsen für einen längeren Zeitraum, bekräftigen wird. Zudem dürften die Republikaner am Montag ihren Vorschlag für neue Hilfszahlungen an Arbeitslose vorlegen, der dann noch mit den Demokraten ausgehandelt werden muss. Vor allem ab Dienstag berichten etliche US-Giganten über ihre Zahlen, insgesamt sind es in der Woche 180 Unternehmen aus dem S&P-500.

Technologiewerte führen den Markt an, während Finanzwerte ganz hinten liegen. Darunter leidet der Dow-Jones-Index, der lediglich um 0,1 Prozent zulegt auf 26.492 Punkte. Der S&P-500 steigt um 0,3 Prozent und der technologielastige Nasdaq-Composite rückt um gut 1 Prozent vor.

Im Blick steht weiter die angeknackste Beziehung zwischen den USA und China. Hier fürchten Teilnehmer, dass US-Präsident Donald Trump den Konflikt aus Wahlkampfgründen weiter am Köcheln halten wird. Sorge Nummer eins bleibt an den Börsen derweil die Corona-Pandemie, die gerade in den USA weiter wütet. Aber auch in anderen Ländern nimmt sie wieder Fahrt auf. Der Auftragseingang für langlebige Güter liefert am Montag schon mal ein grünes Signal, denn er fiel stärker aus als erwartet. Noch spannender wird es am Freitag, wenn das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal ansteht. Experten rechnen mit einem Einbruch um rund 35 Prozent.

Gold so teuer wie nie

Die Musik spielt vor allem an den Gold- und Devisenmärkten. Gold hat am Morgen sein altes Allzeithoch von 2011 (1.921 Dollar je Feinunze) deutlich übersprungen und notiert nun bei 1.941 Dollar, das ist ein Tagesplus von 2,1 Prozent. Das neue Allzeithoch wurde bei 1.945 Dollar markiert. Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China, vor allem aber die Sorge vor einer zweiten Corona-Welle in Europa und Asien werden im Handel als aktuelle Treiber genannt. Auch die aktuelle Dollarschwäche helfe dem Goldpreis. Wie bereits in der Vorwoche zieht das über längere Zeit zurückgebliebene Silber noch stärker an, gegenwärtig gewinnt die Feinunze 6,9 Prozent auf 24,36 Dollar.

Am Devisenmarkt setzt sich die Dollarschwäche fort. Der Euro steigt um rund 1 Cent auf 1,1748 Dollar. Ähnlich das Bild zur japanischen Währung, wo der Dollar gut 70 Yen abgibt auf 105,35. Der Dollar-Index fällt auf ein Zweijahrestief. Zum einen ist der Dollar unter Druck, weil die Corona-Pandemie in den USA weniger effizient bekämpft wird als in den meisten anderen Ländern bzw Regionen. Die Euro-Rally hatte zudem Fahrt aufgenommen, als sich die EU-Länder auf ein üppiges Hilfspaket geeinigt hatten.

Die Ölpreise geben nach angesichts der Sorgen wegen eines Angebotsüberschusses. Der Preis für das Fass der Sorte WTI fällt um 0,9 Prozent auf 40,93 Dollar, für Brent geht es ebenfalls um 0,9 Prozent abwärts auf 42,96 Dollar.

Anleihen sind in moderatem Umfang gesucht. Die Zehnjahresrendite fällt um 0,5 Basispunkte auf 0,58 Prozent.

Hasbro stürzen nach Zahlen ab

Vorbörslich hat Hasbro Zahlen ausgewiesen. Zwar hat der Spielwarenhersteller seinen Absatz von Computerspielen wegen Corona drastisch gesteigert, doch der Gesamtumsatz brach um 29 Prozent ein - wegen der geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte, aber auch wegen Problemen in der Lieferkette. Für die Aktie geht es um 5 Prozent abwärts.

Dagegen scheint die Supermarkt-Kette Albertsons zwar ein Profiteur der Pandemie zu sein. Der flächenbereinigte Umsatz stieg im ersten Geschäftsquartal um 26,5 Prozent. Offenbar haben die Anleger aber nmoch mehr erwartet. Die Aktie verliert 3,9 Prozent.

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July 27, 2020 09:54 ET (13:54 GMT)

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