Alt 14.09.20, 18:39
Standard XETRA-SCHLUSS/DAX tritt auf der Stelle
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FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt traten die Kurse auch am Montag weitgehend auf der Stelle. Nach einer weiteren gescheiterten Attacke auf die 13.300er Marke fiel der DAX im Tagesvergleich geringfügig um knapp 0,1 Prozent auf 13.194 Punkte. "Am Markt traut sich keiner mehr aus der Deckung", so ein Marktteilnehmer. Neben der Sitzung der US-Notenbank habe auch bereits der große Eurex-Verfall am Freitag seine Schatten vorausgeworfen.

Am Freitag laufen Terminkontrakte auf Indizes und Einzelaktien aus: Händler sprechen vom so genannten großen Hexensabbat, dessen Entwicklung kaum kalkulierbar sei. Zur Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch hieß es, die Aussagen dürften taubenhafter ausfallen als die der Europäischen Zentralbank. "Die US-Notenbank wird sich unverändert vorsichtig äußern, aber auch nicht an der Zinsschraube drehen", so ein Händler. Sollte der Euro im Umfeld das jüngste Hoch bei 1,2016 Dollar überwinden, seien Anschlussgewinne Richtung 1,25 Dollar wahrscheinlich. Das wiederum würde die Kurse der exportorientierten Aktien vermutlich bremsen.

Zu dem Seitwärtsmarkt im DAX passt die charttechnische Situation: Aus technischer Sicht hielt sich der DAX seit Stunden in der Mitte der Widerstandszone zwischen 13.100 und 13.300 Punkten auf.

EPGC bietet erneut für Metro - Mindestangebotspreis ohne Prämie

Für die Aktie von Metro ging es um 7,7 Prozent auf 8,96 Euro nach oben. Der tschechische Investor EPGC will den Großhandelskonzern nun doch in einem zweiten Anlauf übernehmen.

EPGC will in einem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot etwa 8,48 Euro je Stammaktie und je 8,87 je Vorzugsaktie bieten - der genaue Preis sei abhängig von der Berechnung des gesetzlichen Mindestangebotspreises durch die Finanzaufsicht Bafin. Im vergangenen Jahr hatte EPGC 16 Euro je Metro-Stammaktie und 13,80 je Vorzugsaktie geboten und das Unternehmen mit 5,8 Milliarden Euro bewertet. In dem freiwilligen Übernahmeangebot wird es keine Mindestannahmeschwelle geben. An dieser war das Angebot im vergangenen Jahr gescheitert. Mit dem freiwilligen Übernahmeangebot will EPGC den Anteil an Metro von knapp unter 30 Prozent auf über 30 Prozent erhöhen, ohne ein Pflichtangebot abgeben zu müssen. Derweil hat der Metro-Vorstand das neue Angebot als zu niedrig bezeichnet.

Deutsche Börse und Euronext mit Geboten für Mailänder Börse unter Druck

Mit der Absicht eines Kaufs der Borsa Italiana fielen Deutsche Börse um 1,3 Prozent. Die Aktien der französischen Börse Euronext, ebenfalls an der Mailänder Börse interessiert, gaben 2,5 Prozent ab.

Größter DAX-Gewinner waren Infineon, mit einem Plus von 3,3 Prozent auf 24,67 Euro markierten sie den höchsten Stand seit gut zwei Jahren. Bryan Garnier hat die Aktie am Freitag mit einem 27er Kursziel auf die Kaufliste genommen. Die Kaufanreize für Hybrid- und Elektrofahrzeuge könnte die Nachfrage nach Chips in der Autoindustrie stützen, so das Haus. Auf der anderen Seite waren Deutsche Wohnen mit einem Abschlag von 3,6 Prozent größter DAX-Verlierer.

Umgesetzt wurden im Xetra-Handel bei den DAX-Werten rund 49,2 (Vortag: 57,0) Millionen Aktien im Wert von rund 2,16 (Vortag: 2,70) Milliarden Euro. Es gab 11 Kursgewinner und 19 -verlierer.

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September 14, 2020 11:47 ET (15:47 GMT)

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