Alt 14.09.20, 19:38
Standard Freundlich - ARM-Verkauf lässt Softbank haussieren
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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--An den Börsen in Ostasien und Australien haben zu Beginn der neuen Woche die positiven Vorzeichen dominiert. Die Hoffnung auf eine Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie und auf die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffs gegen das Virus trugen die Kurse nach oben, wie Händler berichteten.

In Tokio gewann der Nikkei-225-Index 0,7 Prozent auf 23.559 Punkte. Angeführt wurde der Markt von Softbank, die um 9 Prozent nach oben sprangen. Der Internetkonzern verkauft den britischen Chiphersteller Arm für 40 Milliarden US-Dollar an Nvidia, wie Softbank nun bestätigte.

Im Fokus stand in Tokio überdies die Wahl eines neuen Parteichefs der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP). Der Wahlgewinner Yoshihide Suga wird so gut wie sicher bei einer außerordentlichen Sitzung des Parlaments am 16. September zum nächsten Premierminister ernannt. Der derzeitige Parteichef, Japans langjähriger Regierungschef Shinzo Abe, hatte aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt angekündigt.

Befürchtungen, dass unter einem neuen Regierungschef die Regularien verschärft werden, belasteten derweil die Telekommunikationsaktien. Suga hatte am Wochenende seine schon früher geäußerte Ansicht wiederholt, dass die japanischen Telekomunternehmen zu hohe Gebühren verlangten. KDDI fielen um 3 Prozent und NTT Docomo um 2,7 Prozent.

Strengere Vorschriften bremsen chinesische Finanzwerte

Die chinesischen Börsen zeigten sich ebenfalls mit freundlicher Tendenz. In Schanghai ging es mit den Kursen im Schnitt um 0,6 Prozent aufwärts. Anleger kauften nach Angaben aus dem Handel vor allem Aktien des verarbeitenden Gewerbes und von Kundendienstleistern. An der Börse in Hongkong rückte der Hang-Seng-Index im späten Handel um 0,7 Prozent vor. Die Aktie von Alibaba stieg um 0,9 Prozent, gestützt von einer Kampagne des chinesischen Handelsministeriums zur Ankurbelung des heimischen Konsums.

Aktien der chinesischen Finanzbranche tendierten im Schnitt 0,4 Prozent höher und blieben damit etwas hinter dem breiten Markt zurück. Die chinesische Zentralbank hatte am Wochenende strengere Regularien für Finanzdienstleistungen von Holdinggesellschaften beschlossen, die zum 1. November in Kraft treten sollen. Das betrifft auch die Ant-Gruppe des Milliardärs Jack Ma, die demnächst an die Börse gebracht werden soll. Sie betreibt neben dem Zahlungsdienstleister Alipay, an dem Alibaba beteiligt ist, auch Online-Kreditplattformen und bietet Versicherungen und Fonds an.

ETF-Pläne befeuern Star-Index

Der Star-50-Index legte überdurchschnittlich um 2,7 Prozent zu. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, haben drei Fondsgesellschaften am Freitag bekanntgegeben, dass sie die behördliche Genehmigung zur Auflage von ETFs auf den Star-50 erhalten haben. Dies habe Hoffnungen auf weitere Mittelzuflüsse in das Segment geschürt, das als chinesisches Pendant zur US-Technologiebörse Nasdaq konzipiert wurde.

Geringere Neuinfektionszahlen beflügeln Börse Seoul

Mit einem Plus von 1,3 Prozent zeigte sich der Aktienmarkt im südkoreanischen Seoul. Gesucht waren hier Aktien der Sektoren Automobilbau, Einzelhandel und Banken. In Südkorea sind die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen wieder langsamer gestiegen. Das weckt Hoffnungen, dass die heimische Wirtschaft bald wieder anziehen wird.

Lotte Shopping gewannen 3,8 Prozent und Hyundai Home Shopping Network 4,8 Prozent. Kia Motors verbesserten sich um 5 Prozent und Hyundai Motor um ebenfalls rund 5 Prozent. KB Financial Group schlossen 3,1 Prozent höher. Das Indexschwergewicht Samsung Electronics lag 2,4 Prozent im Plus. SK Hynix gewannen 2,0 Prozent. Beobachter erklärten die Kursgewinne der beiden Chiphersteller mit verbesserten Ertragsaussichten.

Im australischen Sydney beendete der S&P/ASX-200 den Handel 0,7 Prozent höher. Stärkster Sektor waren Rohstoffwerte mit durchschnittlichen Kursgewinnen von 2,2 Prozent. Der Energiesektor stieg um 2,0 Prozent. Rio Tinto gewannen 3,9 Prozent. Händler verwiesen hier auf den anstehenden CEO-Wechsel.

Am Aktienmarkt in Wellington profitierten Air New Zealand von der Entscheidung der neuseeländischen Regierung, die strengen Abstandsregelungen in Flugzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln aufzuheben. Die Aktien der Fluggesellschaft verbesserten sich um 1,1 Prozent, während der Leitindex NZX-50 um 0,5 Prozent stieg. Tourism Holdings sprangen um fast 13 Prozent nach oben. Der Vermieter von Wohnmobilen verzeichnet eine rege Nachfrage, vor allem in den USA, und wird deshalb voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr mehr verdienen als bislang erwartet.

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DJG/cln/smh

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September 14, 2020 03:43 ET (07:43 GMT)

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