Alt 30.03.20, 17:17
Standard Viel hilft viel?
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Besonders im Hinblick auf den wirtschaftlichen Schaden, welcher nach der Corona-Pandemie folgen wird, haben sich Politik und Notenbanken zu Hilfspaketen in bislang noch nie dagewesener Höhe entschieden. Zur Beruhigung der Märkte hat dies auf jeden Fall beigetragen, zu mehr allerdings bislang nicht. Dies mag den Hintergrund haben, dass die tatsächlichen Folgen auf Wirtschaft und Konjunktur bislang nicht wirklich klar beziffert werden können. Vielmehr erwartet man zwar einen Einbruch der wirtschaftlichen Leistung in Verbindung mit Verlusten von Arbeitsplätzen. Wie hoch dies ausfallen wird, weiß man im Moment aber noch nicht. Und so fällt es auch den Märkten schwer, ein solches Szenario einzupreisen.

„Helikopter-Ben“ ist zurück

Bereits während der Finanzkrise im Jahr 2008 wurden enorme Hilfspakete geschnürt. Hierzu wurde der damalige US-Notenbankpräsident Ben Bernanke mehrfach gefragt, was er denn noch an weiteren Unterstützungsmaßnahmen in der Hinterhand hätte. Notfalls könne man auch noch Geld mit dem Helikopter abwerfen, war damals seine Antwort, die man damals nicht so ganz ernst genommen hat. Heute sieht das anders aus, da der amtierende US-Präsident bereits die Zahlung von 1.200 US-Dollar an US-Bürger beschlossen hat. Auch diesen Beschluss hat in den letzten Tagen sicherlich etwas zur Stabilisierung der Märkte beigetragen. Allerdings darf man vor allem im Hinblick auf die Entwicklung in den USA gespannt sein, wie sich die Corona-Pandemie weiterentwickelt bzw. welche wirtschaftlichen Folgen sich dann daraus ergeben. Schließlich hat Trump lange gewartet, bis er entsprechende Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus getroffen hat.

Ist das Glas halb leer oder halb voll?

Es liegt immer im Auge des Betrachters, wie eine Situation zu beurteilen ist. Im aktuellen Fall lässt sich der Einbruch am Aktienmarkt bedauern – oder aber man nutzt den Rückgang als Chance, sich zu günstigen Notierungen langfristig zu positionieren. Hier sollte man allerdings darauf achten, dass man sich nicht von der ersten Welle der Anleger, die es nicht erwarten können, anstecken lässt. Nach einem heftigen Einbruch folgt oftmals auf das erste Tief ein zweites, mit welchem dann die Akteure aus dem Markt gespült werden, die zu früh auf eine Trendwende aufgesprungen sind. Insofern bietet es sich nach wie vor noch an, das Kapital für die wirklich interessanten Signale zu schonen. Oder sprichwörtlich betrachtet: Wer in sehr nervösen Zeiten von der Seitenlinie aus beobachtet, verliert auch kein Geld!

Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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