Alt 12.07.19, 22:30
Standard Kleine Gewinne in Japan, China und Südkorea
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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Die Aktienmärkte in Ostasien haben sich am Freitag mangels sonstiger Impulse überwiegend den US-Vorgaben angeschlossen, inspiriert vom Rekordhoch des Dow-Jones-Index von erstmals über 27.000 Punkten. Während einerseits weiter die Aussicht auf sinkende US-Zinsen die Stimmung stützte, schwelen im Hintergrund diverse Handelsstreitigkeiten weiter, vor allem der zwischen den USA und China.

Der Nikkei-225-Index legte vor dem wegen eines Feiertags am Montag verlängerten Wochenende um 0,2 Prozent zu auf 21.686 Punkte, in Seoul und an den chinesischen Börsen fielen die Indexgewinne mit bis zu einem halben Prozent etwas größer aus. In Sydney ging der Markt etwas leichter ins Wochenende. Hier bremsten moderate Kursverluste bei den zuletzt gestiegenen Indexschwergewichten Rio Tinto und BHP.

In Singapur zeigte sich der Straits-Times-Index (STI) unbeeindruckt davon, dass das BIP des Stadtstaats im zweiten Quartal unerwartet und deutlich gesunken ist zum Vorquartal. Die Daten gelten zum einen als eine Art Seismograf für die gesamte Region, zum anderen aber auch als vergleichsweise volatil. Zudem hieß es, als Reaktion auf die Daten könne es demnächst eine Lockerung der Geldpolitik geben. Der STI schloss gut behauptet.

Unternehmenszahlen bewegen Kurse

Im Blick stehe nun immer mehr die allmählich anlaufende Quartalsberichtssaison, hieß es im Handel. In Hongkong lagen Chaowei Power im Späthandel 1,9 Prozent höher und die Aktie des Düngemittelproduzenten Sinofert 1,1 Prozent, nachdem beide einen Anstieg des Nettogewinns im ersten Halbjahr in Aussicht gestellt hatten.

Lenovo profitierten von einer Kurszielerhöhung durch Bocom International von 5,94 auf 9,00 Hongkong-Dollar. Die Analysten rechnen mit einem gut gelaufenen Quartal bei dem PC-Hersteller und einer kurzfristigen Erholung des Server-Markts. Auch das wachsende Smartphone-Geschäft von Lenovo dürfte für positive Impulse sorgen. Lenovo lagen zuletzt 5,4 Prozent höher bei 6,26 Hongkong-Dollar.

Fosun Tourism legten um 2,6 Prozent zu. Wie aus einer Mitteilung an die Börse hervorgeht, erwägt das Unternehmen gemeinsam mit den großen Gläubigern von Thomas Cook dem britischen Reiseunternehmen eine Finanzspritze von 750 Millionen Pfund und zusätzliche Kredite zu geben.

In Japan verfehlte Fast Retailing, die Mutter des größten Bekleidungseinzelhändlers des Landes, Uniqlo, im dritten Quartal die Gewinnerwartung der Analysten. Der Ausblick hänge nun stark vom Geschäft bei Uniqlo ab, hieß es, und dort sei der Umsatz im Juni kräftig gestiegen. Das Management rechnet damit, dass sich dies bis Ende des vierten Quartals im August fortsetzen wird. Fast Retailing legten um 3,2 Prozent zu.

Dass sich Japan Display ein Rettungspaket über 80 Milliarden Yen sichern konnte, befeuerte den Kurs des Apple-Zulieferers nicht. Zuvor hatten laut Japan Display noch knapp 11,7 Milliarden Yen für die Rettungsaktion gefehlt. Die Aktie schloss 1,3 Prozent schwächer.

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DJG/DJN/gos/smh

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July 12, 2019 03:40 ET (07:40 GMT)

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