Alt 30.07.20, 19:47
Standard Rentenreport KW 31
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Europäische Unternehmen sammeln im ersten Halbjahr 329 Milliarden Euro ein.

Einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg zufolge haben europäische Unternehmen im ersten Halbjahr Anleihen im Gegenwert von 329 Milliarden Euro begeben. Davon wurden 283 Milliarden Euro von Emittenten mit einem Investment Grade-Rating eingesammelt. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2019 betrug das Neuemissionsvolumen gerade einmal 215 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnen die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg mit einem Neuemissionsvolumen von über 500 Milliarden Euro.

Das hohe Volumen trifft auf Investorenseite auf eine hohe Nachfrage. Das Analysehaus Morningstar vermeldet im zweiten Quartal für europäische Anleihefonds Kapitalzuflüsse von 105 Milliarden Euro. Der weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock konnte im selben Zeitraum bei seinen Anleihen-ETFs weltweit Zuflüsse von 60,3 Milliarden US-Dollar verbuchen. Zusätzlich kaufen viele Notenbanken Unternehmensanleihen auf, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Unternehmen durch günstige Refinanzierungskosten einzudämmen.

Marktteilnehmer schätzen, dass die EZB im ersten Halbjahr Unternehmensanleihen im Gegenwert von 50 Milliarden Euro aufgekauft hat. Die US-Notenbank Fed kann insgesamt Unternehmensanleihen bis zu einem Gegenwert von 750 Milliarden US-Dollar aufkaufen. Dabei agiert die amerikanische Notenbank höchst flexibel, indem sie neben dem direkten Erwerb der Unternehmensanleihen auch Anleihen-ETFs kaufen kann.

Bundes-/Staatsanleihen

Ging der Euro-Bund-Future in der letzten Handelswoche mit 176,09 Prozentpunkten aus dem Handel, startete er am Montag mit 176,06 Prozentpunkten. Ausgehend von diesem Niveau verzeichnet der Euro-Bund-Future in dieser Woche Kursgewinne: Am Mittwochmorgen erreicht er mit 177,29 Prozentpunkten sein bisheriges Wochenhoch. Zu Redaktionsschluss am Mittwochmittag notiert er bei 177,09 Prozentpunkten.
Dies entspricht einer negativen Rendite von -0,51%. In der Vorwoche lag die Rendite noch bei -0,47%. Die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihe fiel sogar noch stärker: Von -0,03% auf nunmehr -0,10%.

Marktdaten im Überblick

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Anlegertrends

Litauen emittiert 30jährige Anleihe

Litauen emittiert eine neue Euro-Anleihe (WKN A280J5) mit Fälligkeit zum 28.07.2050. Das Emissionsvolumen beträgt 1,75 Milliarden Euro. Der Zinssatz ist mit 0,50% festgelegt. Die Zinszahlungen erfolgen im jährlichen Turnus, erstmalig am 28.07.2021. Der Mindestbetrag der handelbaren Einheit entspricht 1.000 Euro in kleinsten handelbaren Einheiten von ebenfalls 1.000 Euro. S&P ratet Litauen mit A+.

Banc of America begibt eine 10jährige US-Dollar-Anleihe

Die amerikanische Großbank Banc of America begibt eine neue US-Dollar-Anleihe (WKN A280DA) mit Fälligkeit zum 23.07.2031. Das Emissionsvolumen umfasst 2,75 Milliarden US-Dollar. Der Zinssatz beträgt 1,898%. Die Zinszahlungen erfolgen im halbjährlichen Turnus, erstmalig am 23.01.2021. Der Mindestbetrag der handelbaren Einheit entspricht 2.000 US-Dollar in kleinsten handelbaren Einheiten von 1.000 US-Dollar. S&P vergibt für die Banc of America ein Rating von A-.

Fünfjährige US-Dollar-Anleihe der Weltbank

Die zur Weltbank gehörende International Bank for Reconstruction and Development emittiert eine neue US-Dollar-Anleihe (WKN A280DU) mit Fälligkeit zum 28.07.2025. Das Emissionsvolumen beträgt fünf Milliarden US-Dollar. Der Zinssatz ist bei 0,375% festgelegt. Die Zinszahlungen erfolgen im halbjährlichen Turnus, erstmalig am 28.01.2021. Der Mindestbetrag der handelbaren Einheit entspricht 1.000 US-Dollar in kleinsten handelbaren Einheiten von ebenfalls 1.000 US-Dollar. S&P vergibt für den Emittenten ein AAA Rating.


Börse Stuttgart TV

Neues Rekordhoch: Der Goldpreis steigt und steigt...

Der Goldpreis ist nicht zu stoppen und hat zum Wochenstart ein neues Rekordhoch erklommen. Was steckt hinter dem Run auf Gold, kann der "kleine Bruder" Silber mithalten und wie sind die Aussichten beim Rohöl? Daniel Rauch, Fondsmanager bei der LBBW Asset Management blickt auf die aktuelle Entwicklung am Rohstoffmarkt im Gespräch mit Börse Stuttgart TV.



Quelle: boerse-stuttgart AG
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